Welcome back to Germany

Aber warum denn nur so kurz

 Ohne diese Worte kann ich heute nicht schlafen

Manchmal sitzt man da und schweigt, obwohl man eigentlich etwas zu erzählen hat. Und nun sitze ich hier, das Jetlag lässt mich nicht schlafen, in einem Hotel in Deutschland und überlege, warum ich euch nicht davon erzähle, dass wir hier sind. Und ich habe meine Antworten gefunden, denn es ist das schlechte Gewissen, das mich plagt, weil ich nicht alle von euch besuchen kann. Wir vermissen euch alle sehr und es tut mir im Herzen weh, so nah und doch so fern von euch zu sein und umso mehr schätze ich, dass ich diesen Weg gefunden habe, mit euch in Kontakt zu sein. Erfüllt gerne unseren Blog mit Leben und lasst uns wissen, wenn ihr da wart.

Wir werden genau eine Woche in Deutschland sein, gestern war unser Flug von Detroit über Frankfurt nach Leipzig. Die Kinder sind bei Oma und Opa und wir nehmen am alljährlichen Workshop unserer Firma teil und werden hoffentlich am Freitag Abend das große Sommerfest in Dresden genießen. Dieser Workshop fühlt sich wie ein kleines Familientreffen an, so dass es auch hier ein Stück „Nach Hause kommen“ ist. Wir haben einiges zu berichten, aber sicher kommt auch hier die Notwendigkeit dazu, mit den Kollegen zu sprechen, zu networken, nicht aus der Welt zu sein und auch Position zu beziehen.

Rumkommen werden wir nicht viel, denn wir haben kein Auto mehr und sind deshalb auf die langen Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln angewiesen, wir werden außerdem einige Dinge, die wir in den USA vermissen, einkaufen und ein paar Tage Erholung brauchen, die langen Flüge sind anstrengend.

Aber warum denn nur eine Woche?

Die Entscheidung, nur eine Woche nach Deutschland zu kommen, hat verschiedene Gründe. Zum einen hat Stefan einen wichtigen Termin mit einem Kunden, sofort nach unserer Rückkehr in die USA. Wir verbinden aber auch gleich das Angenehme mit dem Nützlichen und fliegen aufgrund dieser Geschäftsreise in die Windy City – nach Chicago. Dort haben wir für vier Tage ein AirBNB gebucht, so dass wir gemeinsam die Stadt erkunden können. Die Stadt soll wunderschön sein und ich werde euch mit auf diese Reise nehmen, versprochen.

Zum anderen planen wir, nur ein Jahr in den USA zu sein und möchten wir so viel uns unser Urlaub und unsere Freizeit ermöglicht, von diesem Land entdecken und das Land ist uuuunglaublich groß. Unser Urlaub vermehrt sich aber leider nicht und deshalb haben wir den Rotstift bei der Zeit, die wir in Deutschland verbringen, angesetzt.

Außerdem (ein nicht von der Hand zu weisendes Argument) waren die Flüge ab Juli viel teurer.

Bringt das überhaupt was?

Ja, ich mag auch gar nicht darüber nachdenken, das als sinnlose Zeitverschwendung abzutun, denn wenn es eine wäre, würden wir die Reise ja nicht machen 😉

Ja, wir benötigen den Austausch mit den Kollegen vor Ort, denn einiges muss einfach persönlich besprochen werden. Außerdem müssen ein paar Dinge in die USA und natürlich sind auch ein paar Familienbesuche drin.

Und so komisch es klingt, in meinem Jetlag-Rausch hatte ich bei der Ankunft ein kleines bisschen das Gefühl, die Reise bringt mich den Amerikanern näher. So laut die Amerikaner auch sind und so rau sich auch das erste Ankommen in den USA angefühlt hat, so entspannt ist es in den USA. Man scheint, die Leute haben dort immer Zeit und sind nie in Eile, sie plaudern mit dir an jeder Ecke und überall. Außerdem sind die Amerikaner so unglaublich kinderfreundlich und geduldig. Schön in Amerika ist auch, dass man gerade mit einer Figur wie der meinen einen Wechsel der Blickrichtung erfährt, in den USA bin ich absoluter Durchschnitt, eher sogar schlank, ich kann dort knielange Röcke tragen (ich könnte ich sogar an Shorts wagen). Hier angekommen trifft einen dann aber wieder die harte Realität.

Was haben wir vermisst?

Natürlich in erster Linie euch, unsere Familie und Freunde. Aber das erste, was mir entgegenströmte, war der Geruch nach frischem Kaffee und Brötchen, den habe ich vermisst. Außerdem das Auffangen von beiläufigen Gesprächen und Wortfetzen und das Verstehen von diesen. Ich habe vermisst, dass es auch an heißen Tagen nachts erfrischend kühl wird und die Klimaanlage nicht alles schockfrostet.

Nun habe ich euch erzählt, was mir auf der Seele lag und ich hoffe nun noch ein paar Stunden Schlaf einzufangen. Ich verlasse nun das Hotelbadezimmer (mein Posten, um Stefan mit der Schreiberei nicht am Schlafen zu hindern), es tat gerade gut, euch zu schreiben, was mich bewegt.

Danke, dass es euch gibt!
 

6 thoughts on “Welcome back to Germany”

  1. Welcome back und ganz liebe Grüße zu Euch! Genießt die Zeit in der Heimat und danach Chicago! Liebe Grüße aus der alten Heimat!

    PS: es ist toll von Euch zu lesen. Du schreibst sehr amüsant, Daniela! 😉

  2. Interessant, die Sache mit den knielangen Röcken. Vielleicht sollte ich auch mal nach Amerika…. 😉
    Habt eine gute Zeit hier!
    Liebe Grüße,
    Andrea „Vee“

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