On the road to total eclipse /Teil 2

Und weiter geht es auf die Reise vom Old Man’s Cave über  Cincinnati nach Bowling Green, Kentucky. Cincinnati hat uns viel Zeit gekostet, denn die Autobahn wird dort umgeleitet, aber so haben wir noch einen ganz schönen Blick über die Stadt erhaschen können.

In Bowling Green soll es eine tolle Höhle geben und wir haben gedacht, dass wir eine der größten Höhlen in den USA besichtigen könnten. Leider fiel uns zwei Tage vor Reise ein, dass man die Touren vielleicht reservieren müsste und genau so war es auch und alle Touren waren ausgebucht.

Trotzdem war das Hotel gebucht und so geht es auf den Weg.

 

Hier bekommt man den Eindruck der langen, geraden amerikanischen Autobahnen, es geht wirklich für Stunden einfach nur geradeaus, Kurven werden vorher gut angekündigt, so dass man wirklich aufpassen muss, nicht einzuschlafen.

Das Chaoslevel im Auto stieg auch an und es kam auch Langeweile auf. Aber dank Tablet und Hörspielen haben die Kinder auch diese Reise gut überstanden.

Diesmal haben wir Rast bei Taco Bell gemacht, da wir leider unsere Kinder nicht davon überzeugen konnten, gab es danach noch die Erfahrung mit Drive Thru bei McDonalds. Wir wären wohl schneller gewesen, wenn wir reingegangen wären.

Im Hotel angekommen machten wir uns an die Tagesplanung für den nächsten Tag, denn die Touren zur Mammoth Cave waren ja leider ausgebucht und wir wollten keine Kompromisslösung, bei der man nur einen Teil der Höhle sieht. Dabei durften wir feststellen, dass es um Bowling Green so viele Höhlen gibt, dass wir uns kaum entscheiden konnten, welche wir uns anschauen. Letztlich haben wir uns für die Hidden River Cave entschieden.

Eine versteckte Höhle muss ja schwer zu finden sein und so führten uns erst viele Treppen hinein in die Höhle. In der Höhle hatten meine Kamera und ich Streit, leider hat das Fokussieren in der Höhle nicht geklappt und so sind nur wenige Fotos entstanden. Hier sieht man beispielsweise die alten Pumpen, mit denen damals, Ende des 19. Jahrhunderts, das Wasser nach oben transportiert wurde.

In der Höhle sah man dann einen kleinen Fluss, der durch einen Damm gestaut wurde, da das Grundwasser in der Gegend nur schwer erreichbar ist und schnell in den Höhlen versickert. Die Höhle war an diesem Tag sehr gut besucht, so dass wir uns in drei Gruppen teilen mussten, um sie vollständig anzuschauen. Es gab dabei keinen Rundweg, man hat wohl mal versucht, einen zweiten Ausgang zu schaffen, das aber nicht geklappt.

Die Gesteine in der Höhle sind immer dann heruntergefallen, wenn die Höhle mal unter Wasser stand, alles, was danach an der Decke blieb, ist bis dahin auch nicht heruntergefallen. Auch ein Erdbeben in der Höhle hat unser Führer schon mitgemacht, wobei er meinte, dass er in der Höhle davon nichts bemerkt haben will, da Erdbeben dort knapp unter der Erdoberfläche stattfinden und die Höhle zu weit unter der Erdoberfläche liegt.

Heute wie damals hatte die Höhle wohl nur ein Ziel, Geld zu verdienen. Der Herr, der die Höhle damals entdeckte und das Grundstück gekauft hat, war sehr geschäftstüchtig und hat für viel Geld Wasser fördern lassen. Aber wahrscheinlich waren selten so viele Menschenmassen am Stück in der Höhle, wie an diesem Tag, schließlich waren alle hier, um die Sonnenfinsternis zu sehen.

Hier bekommt man einen Eindruck, wie versteckt die Höhle lag.

Das Hauptgebäude um die Höhle herum ist von grün umgeben und ist nahezu idyllisch.

Man konnte ein besonderes Abenteuer zur Höhlentour hinzubuchen und zwar gab es die Möglichkeit, sich an der Höhle abseilen zu lassen. Das haben wir nicht gebucht, das Mindestalter dafür lag bei 8 Jahren, aber dafür gab es ein Flying Fox (AE: Zipline) durch den Höhlenpark.

 

 

Und so machten wir uns an die Eigensicherung:

Und nach ein bisschen Wartezeit und Geduldsproben befanden wir uns dann auch alle in der Luft. Ich glaube, ich war der größte Schisser in der Familie. Wüti befindet sich eh gerade in einem Alter, wo er vor gar nichts Angst hat und war der Erste, der sich auf die Reise machte.

Er wirkte bei meiner Ankunft fast unbeeindruckt. Aber das Grinsen im Gesicht war einfach schön 🙂

 

Motzi war schon ein bisschen nervös, obwohl sie es niemals zugegeben hätte, aber kaum war sie in der Luft, war ihr ein Strahlen zu entlocken.

Da diesmal nur ein kurzer Reisetag anstand, hatten wir nach der Zipline noch Zeit für einen weiteren Ausflug und entschieden uns für die Dinosaur World gleich um die Ecke. Im Preis inbegriffen war eine Fossiliensuche, nach der sich jedes Kind dann drei Fossilien aussuchen durfte.

Unsere Ausbeute waren 3 Haizähne, ein kleiner Meteorit, ein Stein mit Algenabdruck und eine versteinerte Muschel.

Der Park war ziemlich leer, es gab keine Fastfoodbuden und die Kinder sind durch die Dinosaurierausstellung gerannt, als gäbe es einen Preis für Schnelligkeit zu gewinnen. Es war gar nicht so leicht, sie mal mit ein paar Dinos zu erwischen.

Man hat versucht, die Dinos in Originalgröße herzustellen. Es waren eigentlich ziemlich einfach gemachte Plastikdinos, aber die Art, wie sie mit der Natur arrangiert wurden, machte es ziemlich schön.

Den Riesendino kann man von der Autobahn aus sehen, an dem sind wir auch mehrmals vorbei gefahren. Der hat schon mächtig Eindruck hinterlassen.

Zwei kleine, frisch geschlüpfte Dinos durften wir dann auch mit nach Hause nehmen.

Nach dem Sprint durch die Dinowelt haben die Kinder dann noch den Spielplatz genossen, während wir uns an die Abendplanung gemacht haben. Leider mussten wir ein paar Meilen zum Hotel in die falsche Richtung fahren, da, wie schon erwähnt, in Bowling Green leider kein Hotel mehr zu bekommen war. Also ging es Richtung Elizabethtown in den Ort Radcliff. Dort haben wir erstmals ein Applebees aufgesucht, wo wir gemütlich den Tag ausklingen ließen.

Wahrscheinlich verirrt sich nach Radcliff nur selten jemand, wenn nicht gerade Sonnenfinsternis ist, denn überall konnte man lesen, dass es Payday Loans gibt und wir sind an ein paar Mobile Home Siedlungen vorbeigekommen, die nicht gerade vertrauenserweckend aussahen.

Es wäre sicher kein Ort gewesen, um längere  Zeit Urlaub zu machen.

Der eigentliche Teil mit der Sonnenfinsternis folgt in Teil 3.

 

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