On the road to total eclipse /Teil 1

Es war viel zu wenig Wochenende und viel zu viele Kilometer (rund 2.000 km mit allen Zwischenstopps), nein eigentlich Meilen, die vor uns lagen, aber jeder Meter war es wert. Wir waren auf dem Weg zur Sonnenfinsternis, die am Montag, dem 21. August 2017 über die USA wandern sollte. Da die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland für 2081 angekündigt ist und Stefan und ich die 1999er verpasst hatten, wollten wir das Wunder selbst erleben und mit unseren Kindern teilen. Wer weiß, ob wir noch einmal eine erleben werden. Und 2024 wollten wir schon nicht mehr in Michigan sein.

Schon bei der Reiseplanung wurde uns klar, dass VIIIIIIEEEEELE Menschen dorthin unterwegs sein werden, denn ein Hotel vom 20.-21.08. zu buchen, war Anfang Juli schon eine Herausforderung. Wir hatten zumindest noch Glück bei den Spezialbrillen, die lagen schon lange vor der Reise bei uns zu Hause und wollten nur nicht vergessen werden. Aber auch die waren am Ende wohl ziemlich knapp.

Die Reiseplanung sah dann wie folgt aus:

 

  1. Tag Reise von Troy nach Chilicothe
  2. Tag: Wandern zur Old Man`s Cave und anschließend Weiterreise nach Bowling Green
  3. Tag: eine Höhle in Bowling Green besichtigen und leider dann ein paar Meilen zurück nach Radcliff
  4. Tag: Sonnenfinsternis in Bowling Green und Heimfahrt (weil Stefan Flugzeug am nächsten Morgen nach Waterloo startet)

 

Leider konnten wir nicht, wie geplant, zwei Tage in Bowling Green bleiben, da dort schon alles vollkommen ausgebucht war.

Machen wir uns also auf die Reise, am Freitag um 1 Uhr ging es los Richtung Süden. Die Kinder waren mit Büchern und Bastelsachen versorgt, so dass auch bei langer Reise keine Langeweile aufkommt.

Und so kamen wir gegen 18 Uhr in Chilicothe, Ohio, an. Das Hotel hatte sogar einen Pool, so dass wir nach der langen Autofahrt noch zu etwas Bewegung kamen. Schließlich wollten wir nicht zu spät ins Bett, denn am nächsten Tag wollten wir zur Old Man`s Cave, ein Stück wunderbare Natur im naheliegendem Nationalpark, in dem wir wandern wollten.

Der Weg dorthin war spannend, denn das Navi führte uns über schmale Straßen abseits jeglicher Zivilisation, stellenweise vollkommen ohne Telefonnetz. Dafür gab es sogar Hügelchen in dem sonst so flachem Land.

 

Der Parkplatz war typisch amerikanisch, es gab viel Platz für viele Autos. Eigentlich waren wir über die Masse an Menschen schon fast erstaunt, denn schließlich konnte man hier nichts anderes tun, als laufen.

 

Doch schon nach der ersten Meile lagen die kleinen Höhlen hinter uns und die Waldwege waren ziemlich leer.

Schon dieser kleine Wasserfall war kaum noch besucht. Baden und auch nur die Füße reinsetzen war natürlich verboten.

 

Steine werfen aber nicht:

Die Kinder konnten in der Natur klettern und toben.

Und Bäume umarmen.

Und für Fotos posieren:

        

Hier hat die Natur einen Sphinxkopf geformt.

Und am Ziel erwartet uns dann ein kleiner Wasserfall.

Die Kinder waren am Wasserfall dann ganz schnell patschnass, schlammig und über uns hörten wir starkes Gewittergrollen, so dass Stefan uns am Wasserfall zurückließ (es gab  natürlich auch hier einen Parkplatz) und sich joggend auf den Rückweg zum Auto machte. Ich vertrieb mir mit den Kindern die Zeit mit planschen. Dabei entdeckten wir sogar noch eine Schlange.

Und am Parkplatz kämpften die Kids dann noch gegen Zaubertrolle, Drachen und andere Feinde.

 

Nach diesem tollem Ausflug in das kleine Paradies ging es dann weiter nach Bowling Green, Kentucky. Auch die Weiterreise war wieder von spannenden Wegen und Reiseeindrücken gekrönt. Wir sahen Häuser, die unbewohnt schienen, wir sahen Mobile Homes mit so viel Krempel vor der Tür, dass man kaum glauben konnte, Menschen vorzufinden, aber die Häuser waren definitiv bewohnt. Stellenweise fragten wir uns, ob die Menschen dort Schrottsammler sind, denn dort standen Autosammlungen vor den Türen, die unmöglich noch nutzbar sein können. Das Bild hier ist eher noch harmlos, aber das war das Beste, was mir bei der Fahrt gelungen ist.

Nach erneuten 300 Meilen waren wir dann in Bowling Green. Davon erzählen wir in Teil 2 der Reise.

 

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