Let`s have fun oder wir gehen Schwimmen

Die Temperaturen steigen und wir erreichen so langsam die 90°F. Für die, die genauso wie ich den Umrechner  bedienen müssen, wir sind bei über 30°C angekommen. Da unsere Kinder Wasserratten sind, bedeutet das auch hier, dass wir ins Schwimmbad gehen und Spaß haben. Auf Empfehlung haben wir uns gleich eine Jahreskarte für das örtliche Schwimmbad gekauft. Wir sind uns allerdings noch nicht sicher, ob wir das nicht bereuen werden. Aber ich beginne besser von vorn.

Holpriger Start

Das Schwimmbad öffnet um 11 die Türen, halb 12 waren wir da, denn es ist wirklich heiß hier. Wir starteten wie immer mit der üblichen Prozedur, ausziehen, eincremen, den Kindern Schwimmflügel anziehen und dann ab ins Wasser ungläubig die Bademeisterin anschauen. Hat sie gerade zu uns gesagt hat, dass wir die Schwimmflügel hier nicht benutzen dürfen? Dass wir Rettungswesten ausleihen dürfen oder die Kids ganz ohne Schwimmhilfe ins Wasser sollen? Ich habe sicherheitshalber noch einmal nachgefragt, da sie uns das nur kurz hingeworfen hat, aber ich habe die gleiche Antwort erhalten. Wir waren darüber einen kurzen Moment verwirrt und entschieden uns für Baden ohne Schwimmhilfen. Die Anweisungen lauteten, dass die Eltern immer eine Armlänge entfernt von ihren Kindern sein sollen. Das haben wir so gut es ging auch versucht, einzuhalten.

Stefan war mit der Großen bei den Rutschen, es gibt eine Reifenrutsche und eine „normale“ Rutsche. Peinlichst genau wird hier auf die Mindesthöhe der rutschenden Personen von 42“ geachtet (das sind um die 106 cm und damit war der Kleine aus dem Rennen). Es steht eine Aufsichtsperson unten an der Rutsche, die die Größe überwacht, dann steht eine Aufsichtsperson oben an der Rutsche, die darauf achtet, dass man nicht gemeinsam rutscht. So musste die Große also alleine rutschen. Glücklicherweise ist dann im Auffangbecken noch eine Aufsichtsperson und fischt die Kinder wieder aus dem Wasser. Die war dann auch nötig, denn die Große beschwerte sich über eine unglücklich schiefe Landung, bei der ihr der Reifen abhanden kam und sie nicht stehen konnte. Damit waren die Rutschen auch aus dem Rennen 🙁

 

Wasserspaß

Den größten Spaß für die Kinder und die größte Entspannung für die Eltern gab es im Kleinkinderbereich. Hier konnten die Mäuse in den Becken hüpfen oder sich nassspritzen lassen. Wenn wir noch ein bisschen Wasserspielzeug mitnehmen, wird es hier lustig.

Aber der Kleine ist gerade ganz wild aufs Tauchen und die Große möchte gerne schwimmen lernen, also landeten wir schnell wieder im Hauptpool.  Eigentlich sollte man meinen, dass man bei über 30 Grad Außentemperatur dort auch nicht mehr herauskommt. Aber hier in Michigan geht immer ein ganz guter Wind, so dass die Kinder in kürzester Zeit bibberten und froren. Leider sind bei uns Aufwärmphasen nicht gerade beliebt.

 

 

Der Kleine lies sich dann von Stefan zu einer Runde Spielplatz überreden, denn er bibberte schon beim kürzesten Wasserkontakt. So blieb ich mit der Großen im Pool und wir übten „Toter Mann“ bis auch meine Tochter nur noch zitterte und fror und ihren Bruder auf den Spielplatz begleitete. In der Zeit, in der die Kinder entspannt auf dem Spielplatz buddelten, konnten wir beobachten, wie in dieser Zeit die Bademeister immer unentspannter wurden (der Hauptpool wird von 4 Bademeistern bewacht, in Deutschland würde dort einer sitzen) und einer dann dreimal zur Rettung ins Wasser sprang. Danach mussten die Familien sofort beim Manager ein Formular unterschreiben. Das war der Moment, in dem wir uns entschieden, besser zu gehen, denn gerade Wüti mit seinen Tauchversuchen könnte Missverständnisse verursachen, denen wir gern aus dem Weg gehen. Und ich mag keine Formulare unterschreiben, wenn ich sie nicht zu 100% verstehe.

Das Fazit:

Ein Erwachsener mit zwei Kindern wird das Schwimmbad kaum besuchen können, außer man bleibt im absoluten Flachwasser oder leiht sich doch Schwimmwesten aus. Eigentlich sollte es aber genau diesen Zweck erfüllen.

Den Kindern hat es trotz der Einschränkungen Spaß gemacht, es gab Wasser, einen Spielplatz und ein Planschbecken.

Unsere Sonnencremé hat einen zu geringen Lichtschutzfaktor, auch wenn 50 drauf steht, wir sind alle ein bisschen rot geworden.

Stefan braucht eine neue Badehose, in den USA trägt jeder diese weiten Shorts und nicht die enger anliegenden.

Wir werden wohl wieder hingehen, mindestens 6x, damit wir uns nicht über die Jahreskarte ärgern 😉

 

2 thoughts on “Let`s have fun oder wir gehen Schwimmen”

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