Eiskaltes New York

Ich hatte mir gewünscht, während unseres USA-Aufenthaltes einmal nach New York zu kommen. Dieser Wunsch wurde mir an Weihnachten erfüllt, denn unser Rückflug aus Deutschland ging am 27.12.2017 von Frankfurt nach New York. Zum ersten Mal flogen wir in einer Boing 747, das hatte sich unser Sohn schon lange gewünscht (nun steht noch der A380 auf dem Plan).

Die Ankunft

Wir landeten im Sonnenuntergang in New York und mussten eine Schleife über die Stadt drehen. Im Hintergrund kann man ein bisschen von der Skyline erkennen.

Nach der Einreise, die mit eineinhalb Stunden ja fast schon schnell war, kamen wir zum Taxistand. Und wir konnten es kaum glauben, wir mussten auf Taxis warten, weit und breit war keins zu sehen. Der Grund dafür war dann auch sofort klar, denn in kürzester Zeit steckten auch wir im Verkehr fest, Rush Hour gepaart mit einer Vollsperrung der Hauptverkehrsstraße. Zum Glück hatten wir einen lösungsorientieren Taxifahrer, der hier und da ein paar geheime Strecken kannte und so waren wir innerhalb von zwei Stunden total fertig in unserem Hotel in Manhattan.

Wir Erwachsenen haben uns noch mit dem Thema Sightseeing beschäftigt und uns einen New York City Pass gekauft. Man startet mit 3 Attraktionen und kann die Anzahl steigern. Wir wollten folgendes machen: Rockefeller Center, 1 Museum, Bootsfahrt zur Freiheitsstatue. Nach dieser Buchung hieß es auch für uns… endlich schlafen. Die Kinder waren eingeschlafen, kaum dass sie sich ins Bett gelegt hatten.

Rockefeller Center

Jetlag in New York soll seine Vorteile haben, zum einen waren wir am nächsten Morgen die ersten beim Frühstück, pünktlich um 6 Uhr und zum anderen waren wir noch vor acht Uhr auf dem Weg zum Rockefeller Center durch ein eisiges New York. Man könnte meinen, dass -7°C jetzt nichts Ungewöhnliches, aber ein eiskalter Wind machte es wirklich ungemütlich. Das Bild entstand am Bryant Park, dort kann man im Winter Schlittschuh-Laufen, ganz umsonst, nur der Verleih von Schlittschuhen kostet $20/Person.

 

 

Marcos Empfehlung, auf das Rockefeller Center zu gehen, da man von dort richtig gut auf das Empire State Building sehen kann, haben wir befolgt und so stehen wir bei eisig klirrender Kälte on „Top of the Rocks“. Und wenn man so früh da ist, ist man auch ohne jegliche Wartezeiten oben. Leider konnte man die Aussicht gar nicht so gut einfangen, da überall große Scheiben der Sicherung dienen.

Dafür gibt es dann aber überall Touri-Fotos, die man gleich  bei Einlass vor grüner Leinwand macht (kann man aufgrund meiner grünen Mütze auch gut erkennen) und die uns vor dem wunderschönen New-York Panorama zeigen.

Die Aussicht dort oben war atemberaubend. Das konnte man auf den Fotos nicht einfangen, denn obwohl wir wirklich eine super Sicht hatten, scheint es auf den Fotos doch trüb und diesig. Aber das Empire State Building zeigte sich in ganzer Schönheit.

Wusstet ihr eigentlich, dass ein ganz berühmtes Foto mit Bauarbeitern auf einem Stahlträgern (Lunchtime atop a Skyscraper) im 69. Stock des Rockefeller Centers entstanden ist? Wir standen in der 70. Etage hinter dicken Glasscheiben und ehrlich, mir war stellenweise schon ein bisschen komisch zumute, als ich nach unten geblickt habe.

Als wir unten ankamen, haben wir lange Schlangen gesehen, die auf Einlass warteten, wir dagegen schlenderten noch gemütlich durch das Rockefeller Center und warfen einen Blick auf den berühmtesten Weihnachtsbaum der Stadt.  Dieser durfte auch in den Fotomontagen nicht fehlen.

 

So sah es wirklich aus, als wir dort waren:

Von dieser Stelle war es kaum möglich, die Größe des Rockefeller Centers zusammen mit dem Weihnachtsbaum einzufangen.

Dafür entdeckte mein kleiner Lego-Fan ein wunderschönes Lego-Logo aus Legofiguren, mit dem wir noch eine Spiegelung einfangen konnten.

 

Was tun mit dem restlichen Tag?

Nun war es gerade mal Mittagszeit und noch immer viel zu kalt, weiter zu laufen, also entschieden wir uns, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen und mit der U-Bahn zum Battery Park zu fahren. Von dort wollten wir mit der Fähre Richtung Staten Island.

Aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt, die Schlange der Wartenden war unglaublich lang, wir waren schon jetzt total durchgefroren. So machten wir neue Pläne, setzen uns in einen der Sightseeing-Busse (war in unserem Pass als eine Attraktion inklusive) und fuhren eine Runde durch die Stadt, in der Hoffnung, ein bisschen warm zu werden und etwas zu sehen. Leider wurde uns überhaupt nicht warm, die Sightseeing-Tour wurde auch nicht, wie beschrieben, übersetzt, so dass die Kinder kaum etwas davon hatten und endete unvorhergesehen am Times Square, statt am Ausgangsort. Da es von dort nicht weit zum Hotel war, liefen wir einfach zurück.

Dort führte uns ein kleiner Abstecher in die M&M Factory

Wir landeten im Touristenfang (man kann dort links schon die ersten Absperrungen für die Silvesterfeier sehen, dort wimmelte es nur so von Sprengstoffsuchhunden und Polizisten):

Und wir konnten einen Blick auf den Times Square erhaschen.

Gut, dass wir diesen Weg wählten, denn wir hatten dann eine superleckere Suppe in einer Brotschale. Die wir sehr genossen und wärmten uns im Anschluss im Hotelzimmer in der Badewanne auf.

Und wenn man Freunde hat, die schon in New York waren, dann bekommt man ganz tolle Hinweise, was man noch mitnehmen sollte und so zwangen wir uns alle noch einmal, hinauszugehen, um einen Abendspaziergang über die Brooklyn Bridge zu unternehmen. Danke, liebe Petra, das hat sich sehr gelohnt.

Belohnt wurden wir vor allem durch einen netten Mann in der U-Bahn, der ein Gespräch von uns und einer anderen Familie verfolgte und mitbekam, dass wir am nächsten Tag ins Museum wollten. Wir wussten noch nicht, ob es das Intrepid Sea, Air & Space Museum wollten oder doch lieber ins American Museum of Natural History. Er schob uns dann seine Mailadresse zu und meinte, wenn ihr ins American Museum of Natural History gehen wollt, dann lasst es mich wissen, ich gebe euch Karten.

Mehr dazu folgt,  nun gehen wir erst einmal mit euch über die Brooklyn Bridge.

Es war so kalt, dass meine Kamera irgendwann gesagt hat, dass es ihr zu kalt ist und sie keine Fotos mehr machen wird. Die Kinder haben wir glücklicherweise in Schneehosen gepackt und sie waren im Anschluss an diesen Ausflug froh, dass sie endlich schlafen durften.

Tags im Museum

Und so waren wir am nächsten Tag wieder um 6 Uhr beim Frühstück. Wir entschieden uns dann tatsächlich für das American Museum of Natural History (Insider wissen, dass dort der Film „Nachts im Museum“ gedreht wurde) und schrieben dem lieben Andrew eine Mail. Versuchen können wir es ja.

Und da standen wir nun, eine gute halbe Stunde vor Museumsöffnung am Museum und hatten noch nichts von unseren Freikarten gehört. Da die Schlange vor dem Museum aber immer länger wurde, stellten wir uns mal an, wir hatten ja unseren City Pass, der uns auch Zugang ins Museum verschaffen wird.

Lieber warteten wir im Museum, denn auch heute war es wieder bitterkalt. Sollten wir um 10 Uhr keine Antwort bekommen, dann gehen wir mit unseren Pässen rein. Tick-tack-tick-tack, eine Minute nach 10… pling, kam eine Nachricht, wir hatten schon gar nicht mehr damit gerechnet und uns riesig gefreut, dass es solche netten Menschen und so tolle Zufälle gibt.

Und so bekamen wir kostenlose Eintrittskarten mit zusätzlich allen Sonderausstellungen. Was für eine Freude und noch einmal vielen lieben Dank, Unbekannter!

Wir entschieden uns für die Schmetterlingsausstellung, für eine Reise durch das Universum und einen Flug über die Erde. Außerdem wollten wir die riesigen Dinosaurierskelette und einen gigantischen, lebensgroßen Wal sehen.

Dieses Museum war beeindruckend und man hätte darin noch Stunden verbringen können, aber man konnte gegen 3 nicht mehr darin treten. Es schien, als hätte sich jeder ausgerechnet heute für einen Museumsbesuch entschieden. Als wir rauskamen, standen Menschenmassen vor dem Museum und wir fragten uns, wo sie die alle noch in dem Museum unterbringen wollen. Eins müssen wir noch sagen, so schön und beeindruckend, wie das Museum ist, aber ständig haben wir die Orientierung verloren, die Treppenaufgänge waren überhaupt nicht dafür gemacht, sie zu benutzen, aber da die Aufzüge aufgrund der Menschenmassen nicht nutzbar waren, meist die einfachste Lösung. Die Ausstellungen zu finden war manchmal ohne Fragen gar nicht möglich. Das Deutsche Museum in München ist ja schon eine Herausforderung, aber im AMNH kann man sich verlaufen.

Sightseeing per Boot

Mein lieber Ehemann hatte auf meinen Wunsch glücklicherweise am Vortag noch eine Sightseeing-Bootsfahrt gebucht, denn wir wussten, dass uns 5 Stunden Museum durchaus genügen. Also ging es mit der U-Bahn auf zum Pier 76, um endlich die berühmteste Dame der Welt zu sehen.

Mein Mann hat mir versprochen, dass die Tour um 4 die Tour in den Sonneneingang sein wird und er sollte damit Recht behalten. Die Eindrücke waren unbeschreiblich und unvergesslich!

Glücklich und zufrieden gingen wir nach diesem Ausflug zurück zum Hotel und fielen ins Bett. Am nächsten Tag schon soll unser Flieger uns nach Detroit bringen. Aber vorher hatten wir noch eine Sehenswürdigkeit auf unserer Liste stehen, denn aufgrund des geschenkten Museumsbesuch hatten wir nun noch eine auf dem City Pass frei.

Das Empire State Building

Diesmal waren wir erst halb 7 auf dem Weg zum Frühstück und wir waren ganz allein. Außerdem war überhaupt nichts aufgebaut. Wir wurden dann freundlich darauf hingewiesen, dass am Wochenende erst ab 7 Uhr Frühstück ist. Und so mussten wir noch eine hungrige halbe Stunde bis zum Frühstück warten und machten uns danach gleich auf zum Empire State Building. Das liegt nur 15 Fußminuten vom Hotel entfernt. Heute war das Wetter nicht nur kalt, sondern auch grau. In manchen Staaten berichten sie von extremen Schneefällen und eisigen Temperaturen, da waren wir in New York noch ganz gut aufgehoben.

Der Eingang in das Gebäude macht viel mehr Eindruck als im Rockefeller Center.

Das obligatorische Foto durfte auch nicht fehlen.

Eigentlich war die Aussicht aber grau und ohne Sonnenschein.

Und so verabschieden wir uns aus dieser wundervollen Stadt. Man muss sie zumindest einmal erlebt haben. Ich könnte mir niemals vorstellen, hier zu leben. Ich mag Wolkenkratzer und dieses geschäftige Treiben, allerdings nur mit der Aussicht, es für wenige Tage zu erleben. Dafür wird es unvergesslich bleiben.

 

 

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