Detroit Downtown

Heute hatten wir wunderschönes Wetter und es ist Wochenende und da man hier ja auch jederzeit sonntags einkaufen kann, haben wir einfach die Pflicht auf den Tag mit dem schlechteren Wetter verschoben und einen Ausflug geplant.

Es gibt sie doch: Öffentliche Verkehrsmittel

Es gibt in Detroit seit Neuestem eine Straßenbahn, die sogenannte QLINE, so dass wir etwas außerhalb an der Baltimore Street parkten und dann öffentlich in die Stadt fuhren. Die QLINE ist noch so neu, dass sie derzeit zu Promozwecken gratis angeboten wird. Allein diese Vorstellung ist für uns Europäer unvorstellbar. Wenn sie nicht mehr for free ist, wird die Tageskarte unglaubliche 3.00 USD kosten. Das Parkticket in der Innenstadt kostet am Tag um die 20 USD, um euch mal das Verhältnis aufzuzeigen. Jedenfalls wurde die QLINE von Station zu Station voller, die Gänge sind so schmal, das keine zwei Personen aneinander vorbei kommen, dafür sind die Sitze schön breit, so dass der Durchschnittsamerikaner auch bequem sitzt. Der Mann neben mir roch nach frischen Zwiebeln und ich hatte so langsam das Gefühl von Ölsardine, so dass wir 2 Stationen früher als geplant ausgestiegen sind, weil es kaum auszuhalten war.

Detroit River

Da standen wir nun, mitten in Detroit, zwischen lauter Hochhäusern.

Leider gibt es kaum Ladenstraßen, wie wir es aus Deutschland kennen, aber die Aussicht hat uns erst einmal völlig in den Bann gezogen, denn so eine Stadt aus Hochhäusern ist uns bisher fremd.

Recht bald waren wir aber am Detroit River angekommen, wir hätten auch ein Electronic Musicfestival besuchen können, fanden das aber mit Kindern nicht ganz die richtige Aktivität. Dort schlenderten wir am Flussufer entlang, genossen die frische Brise, die dort weht und den Ausblick über die Grenze, denn auf der anderen Flussseite ist schon Kanada. Wir kamen auch an einem Mississippi-Dampfer vorbei, wie riesig die sind.

 

 

Als nächstes suchten wir eine Station des People Movers, eine Hochbahn durch Detroit. Dort zahlt man einmalig 0,75 USD je Fahrkarte, geht damit durch ein Drehkreuz und kann dann so viele Runden durch die Stadt fahren, wie man möchte. So sind wir eine Runde rum gefahren und im Anschluss noch einmal eine dreiviertel-Runde, um dann am GM-Hauptquartier auszusteigen. Das ist das höchste Gebäude der Stadt. Leider gibt es in Detroit keine Hochhäuser, auf die man hoch kommt, so dass wir immer nur die Köpfe nach oben strecken konnten.

 Manchmal muss man flexibel sein

Nach dem Besuch des GM-Gebäudes, dass wir vor allem für eine Stärkung aufsuchten, denn dort gab es eine große Cafeteria (also lauter Fressbuden wie BurgerKing und SUBWAY), sind wir wieder zum Fluss gegangen, diesmal in die andere Richtung. Unser eigentliches Ziel, einen Outdoor Adventure Park (der Indoor ist), haben wir dann verschoben, nachdem unsere Kinder auf dem Weg dorthin lauter Wasserspielplätze entdeckten und kaum noch zu  bremsen waren. Leider kann man die Kinder in den USA ja nicht einfach mit Schlüppi in diese Wasserfontänen zum Spielen stecken, so dass wir darum baten, dort nicht vollständig nass rauszukommen, denn Wechselsachen hatten wir nicht dabei.

Wir endeten dann zum Trocknen an der Eisdiele, die Kinder in ihren Jäckchen, die ich vorsorglich eingepackt hatte und die T-Shirts auf den Steinen zum Trocknen. Es war ja warm und so schnell ist man dann ja doch nicht krank.

Auf ein nächstes Mal

Alles in allem war es ein sehr entspannter Ausflug, aus dem viele neue Pläne für andere Tage hervorgegangen sind. Wir wollen gern beim nächsten Mal die Kinderfahrräder mitnehmen und uns selbst welche ausleihen, um dann damit zur Belle Isle zu radeln und der Indoor Outdoor Adventure Park wartet ja auch noch auf uns.

 

 

 

 

 

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