Chicago – the windy city

Welcome to the United States

Und schon sind wir wieder zurück

Nach einem kurzen Ausflug nach Deutschland haben wir nun den Rückflug angetreten. Die Zeit in Deutschland war viel zu kurz und das Jetlag haben wir in dieser Zeit nicht wirklich überwunden. Die Kinder waren auf 10 Uhr morgens aufstehen und 10 Uhr abends ins Bett gehen eingestellt und auch wir Erwachsenen sind abends spät ins Bett und morgens spät raus (wenn es denn möglich war).

Seit gestern, dem 28.06.,  sind wir wieder in den USA. Der Flug hatte einige Turbulenzen zu bieten, die Kinder haben geschlafen, denn die Filme waren größtenteils auf Englisch und wir sind noch nicht sicher, ob wir lieber mit United oder Lufthansa fliegen. Lufthansa bietet wesentlich weniger Beinfreiheit in der Economy Class, hat dafür aber viel bessere Bildschirme. Getränke gab es bei United gefühlt mehr, aber die produzierte Menge an Müll war auch wesentlich höher, denn es gab ständig Getränke in Dosen.

Wir hatten die Chance, das Angenehme und das Nützliche zu verbinden, denn Stefan hat eine Schulung in Waterloo, das nicht ganz so weit von Chicago entfernt ist und deshalb haben wir beim Rückflug (oder ist es ein Hinflug?) einen Abstecher nach Chicago gemacht.

Der Start

Unsere Planung war etwas unkoordiniert und so entschieden wir am Flughafen ganz kurzfristig, nach 2 Stunden Wartezeit bei der Einreise, dass die Kinder und ich mit dem Taxi zum AirBNB fahren und Stefan den Leihwagen nach Waterloo nimmt. Ich hatte die Strecke dann doch unterschätzt, denn mit 120 USD für die Fahrt zur Unterkunft fühlte ich mich doch etwas geplättet, aber ich mit  Koffern und zwei Kindern auf öffentlichen Verkehrswegen, nein danke.

Der Taxifahrer fragte dann dreimal nach, ob ich mir mit der Adresse sicher sei und wo ich denn gebucht habe und erklärte mir dann, dass ich in einer sehr gefährlichen Gegend wohne und keinesfalls bei Dunkelheit das Haus verlassen soll, er hat mir dann sogar noch geholfen, das Schloss zu öffnen, das Haus zu betreten und man hatte merklich das Gefühl, er wolle uns nicht dort lassen. Das besprach ich dann gleich mit unserer Familie, bei der wir das AirBNB gemietet hatten, diese versicherten und nochmals, dass wir auf jeden Fall sicher sind und uns keine Sorgen machen sollen.

So gingen wir dann in die empfohlene italienische Bäckerei. Italien ist zwar nicht weit von Deutschland entfernt, aber im Frühstück unterscheiden wir uns dann doch gewaltig, denn es gab weder Brötchen noch entsprechenden Belag. So ungesund haben wir lange nicht gefrühstückt. Es war süß und dazu gab es Limonade.

In der Stadt

Wir machten uns dann auf den Weg in die Stadt. Ich habe gestern noch lange die Karten bei Googlemaps gewälzt, um heute relativ entspannt die Haltestellen zu finden und ebenso unsere geplanten Stationen. Ich mach mir, wenn ich einen Ausflug allein mit den Kindern plane, ja immer ganz viele Gedanken und muss möglichst alles durchgeplant haben bzw. relativ genau wissen, was wir machen, wohin ich muss und wie man dorthin kommt.

Jedenfalls ignorierten wir einfach alle möglichen Gefahren, die es hoffentlich nicht gab und machten uns auf den Weg zur U-Bahn. Die Blue Line, Station Western, fanden wir dann auch ohne Probleme, die freundliche Servicekraft an der U-Bahn half uns bei der Fahrkartenfindung und so fuhren wir dann bis Washington Street. Von dort fanden wir auch relativ bald (wir sind nur dreimal in die falsche Richtung gelaufen, bei vier Richtungen war die Trefferquote also sehr hoch) den Fluss und den dortigen Riverwalk. Wir waren alle 3 einfach nur von der Stadt in ihren Bann gezogen, mein Handy sagte, wir hätten heute 30 °C haben sollen, aber durch den Wind und den Fluss ist uns das nicht aufgefallen.

 

So liefen wir also mitten durch die Stadt voller Hochhäuser, fanden mehrere Brunnen, die für Erfrischungen sorgten, ich konnte meine Orientierungslosigkeit damit gut vor den Kindern verbergen und dann fanden wir endlich die gesuchte Bootsstation.

 

Eigentlich sollte es die Achitecture Tour werden, aber man empfahl mir mit den Kindern dann die Lake and River Tour und ich denke, das war eine gute Entscheidung. Wir haben zwar nicht viel verstanden, aber viel gesehen, wir mussten zum See sogar durch eine Schleuse, was die Kinder toll fanden.

Mitten während der Tour ist die Große dann eingeschlafen, es war wohl doch nicht so spannend. Oder schieben wir es einfach auf das Jetlag und die Tatsache, dass sie seit 6:00 Uhr Ortszeit wach ist.

 

Nach der Tour brauchten wir eine Stärkung, immerhin sind wir schon ein paar Meilen gelaufen und so kehrten wir nach einem weiteren Lauf zum Navy Pier dort dann ein. Es gab das, bei dem ich sicher sein konnte, dass es beide essen, Pizza. Und zum ersten Mal habe ich die Nachfülloptionen für Getränke ausgenutzt und uns allen nachschenken lassen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo man sich die Getränke meist teuer bezahlen lässt, ist es in den USA nämlich üblich, dass zumindest Softdrinks während des Essens immer wieder nachgeschenkt werden. An heißen Tagen wie heute ist das durchaus sinnvoll.

Unser Highlight

Wir haben den Weg zum Navy Pier vor allem gemacht, weil wir dort unser Highlight des Tages erwartet haben, dort steht nämlich das Riesenrad. Die Kinder entdeckten aber auf dem Weg zum Pier, noch vor dem Essen, einen riesigen Brunnen, durch den man laufen konnte und das bildete das Highlight des Tages. Ich hatte glücklicherweise Handtuch und Badesachen dabei, so dass die Mäuse sich auch richtig austoben konnten. (Meine Kinder hatte ich in den letzten Tagen so oft planschend, so dass ich versucht habe, heimlich diese Kleine einzufangen, die war einfach zu süß)

Nach der Abkühlung waren wir dann auch noch auf dem Riesenrad und sahen uns Chicago von oben an. Ein Riesenrad in vollklimatisierten Kabinen ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, wobei die Leute, die nach uns darin saßen sicherlich froh waren,  weil ein kleiner Regenschauer über die Stadt zog.

Für uns jedenfalls war der Tag vorbei, interessanterweise wirkte die Stadt schon sehr schnell von Dämmerung durchzogen, der Kleine war fix und fertig und so suchten wir die U-Bahn für den Rückweg. Wir gingen einfach den Weg, den wir kannten, zurück und manchmal muss auch jemand ohne Sinn für Orientierung Glück haben, insbesondere wenn der Akku vom Handy auch gerade den Geist aufgegeben hat und wir fanden eine Station der BlueLine, die wir eigentlich gar nicht finden wollten, das machte den Rückweg entspannt.

Der Rest war ein Kinderspiel, wir ignorierten einfach wieder alle Gefahren, die es einfach nicht gab (drei Schwarze an einer Straßenecke müssen keine Gefahr sein) und kamen erfolgreich in der Unterkunft an. Und nun hoffe ich, dass Stefan auch in Kürze bei uns ankommt und ich in mein Bett fallen kann.

 

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